Ich will Weihnachten

Interessantes und Besinnliches rund um die Weihnachtszeit

Weihnachten als Familienfest

Einen schönen Dreikönigstag wünsche ich Euch! Mit dem heutigen Tag endet die Weihnachtszeit ja eigentlich, aber da ich meine Seite immer weiter bearbeiten möchte, kommt auch in den nächsten Monaten immer wieder mal was von mir. Halbwegs regelmäßig, hoffe ich.

Heute möchte ich darüber philosophieren, warum Weihnachten so ein großes Familienfest ist. Denn mal im Ernst: Mariä Verkündigung, Christi Himmelfahrt, Allerheiligen und Co sind auch bedeutende kirchliche Feste. Und wir bekommen an den meisten Tagen sogar Urlaub, den wir nutzen könnten, um uns mit der Familie zu treffen. Tun wir aber nicht. Warum ist das also bei Weihnachten anders? Warum ist das unser großes Familienfest?

Ich glaube, das hängt damit zusammen, dass Weihnachten für uns einfach noch mehr ist, als „nur“ die Geburt Christi. Zumal gerade dieser Punkt bei vielen ja zurück tritt. Immer mehr Menschen sind ja sogar stolz darauf, keine Religiosität zu besitzen. Und trotzdem feiern sie Weihnachten. Weil sie es gewohnt sind, weil man Geschenke bekommt und verschenkt – und weil die ganze Familie zusammen kommt. Die meisten anderen kirchlichen Festtage bieten das nicht, sondern sind wirklich einzig und allein auf ihren Anlass beschränkt. Der Dreikönigstag beispielsweise ist in unserer Region nur dadurch definiert, dass die Sternsinger durch die Gegend ziehen und Spenden sammeln. Ist das ein Grund, gemeinsam mit der Familie zu feiern? Für die meisten nicht.

Also ist Weihnachten ein Familienfest, weil es Geschenke und gutes Essen gibt? Ja es scheint mir ganz so zu sein. Wobei wir dann natürlich wieder überlegen müssen, warum es ausgerechnet an Weihnachten Geschenke gibt und nicht zum Beispiel am Karfreitag oder an Pfingsten. Dass es ausgerechnet an Weihnachten der Fall ist, hat tatsächlich seine religiösen Wurzeln und ist keine neumodische Erfindung. Nicht so richtig wenigstens. Wie ihr aus meinem Artikel über den Nikolaus bzw. zur Bescherung vielleicht schon wisst, ist eigentlich der Nikolaustag der Geschenketag. Immerhin war der Heilige Nikolaus dafür bekannt, Kinder zu beschenken. Dass das Ganze hierzulande dann auf Weihnachten gerückt ist, haben wir Martin Luther zu verdanken. Wir Protestanten verehren ja keine Heiligen und die Schenkerei von Nikolaus zu lösen und auf Weihnachten zu verschieben, dürfte es dem einen oder anderen doch attraktiver gemacht haben, auf das Nikolausfeiern zu verzichten.

Dass Weihnachten zum Familienfest wurde liegt aber nicht nur an den Geschenken; wann sonst haben wir mal zwei, drei Tage am Stück frei? Da bietet es sich an, auch mal größere Strecken zurück zu legen, um die liebe Familie zu besuchen. Da ja ohnehin alle Geschäfte geschlossen haben und auch die meisten Kinos, Freizeitparks und so weiter, hat man ja eh nichts Besseres zu tun 😉

Der Messias

Weihnachten, oder eher die Geburt Christi, hatte bei den Menschen ursprünglich nicht dieselbe Bedeutung, wie bei uns. Es ging nicht einfach darum, die Geburt irgendeines Menschen zu feiern und sich dabei zu beschenken. Es ging um die Geburt des Messias, der die ganze Welt verändern sollte. Den Begriff hat sicher jeder von uns schon einmal gehört. Aber was genau verbirgt sich dahinter? Warum war seine Ankunft so wichtig? Und warum sollte ausgerechnet Jesus von Nazareth der Messias sein?

Befassen wir uns doch erst einmal mit der Wortherkunft. Die ist passenderweise nämlich nicht so klar. In entsprechend abgewandelter Form begegnet uns der Begriff „Messias“ unter anderem im Hebräischen, im Aramäischen (das ist die Sprache, die Jesus sprach) und im Altgriechischen. Sie alle bedeuten dasselbe, nämlich „Gesalbter“. Gemeint sind damit die Könige und Hohepriester der damaligen Zeit. Das wissen wir aus dem Tanach, einer Art jüdischer Bibeltexte. Er ist unsere älteste Quelle für diesen Begriff. In der christlichen Literatur wird mit Gesalbter nur Jesus Christus gemeint, auf den in vielen alttestamentlichen Schriften hingewiesen wird. Man könnte also auch sagen: Seine Ankunft wurde prophezeit.

Diese Prophezeiungen stammen aus der Zeit von etwa 600 vor Christus, als die Schriftgelehrten anfingen, einen Heilsbringer anzukündigen. Der ursprünglichen Bedeutung des Wortes entsprechend, musste es sich dabei um eine von Gott zum Propheten ernannte und durch ihn gesandte Person handeln, da Gesalbte stets in irgendeiner Form von Gott berufen worden waren (im Gottesgnadentum versteht man zum Beispiel die Geburt eines Königs durch unmittelbar von Gott iniziiert. Deshalb durfte nur Gott Richter über sie sein).

In der hebräischen Bibel wird der Begriff Messias anders gedeutet, als in der christlichen. Mal nannte man bestimmte Personen so, ohne sie mit einer Funktion als „Retter“ zu verknüpfen, oder man sprach von einem Heilsbringer, nannte ihn aber nicht Messias. Sprach die Bibel von diesem Heilsbringer, so war man sich einig: Er würde Frieden bringen. Kriege gab es in der Antike schließlich auch reichlich. Da dieser Messias die Welt für alle Zeit verändern sollte, spricht man hier auch von einem endzeitlichen Heilsbringer (Heil bis zum Ende aller Zeiten).

Im Laufe der Zeit begannen die Juden allerdings damit, ihre Könige und Priester nicht mehr als Gesalbte zu bezeichnen (etwa ab 200 vor Christus). Man war langsam misstrauisch geworden, dass selbst schlimme Tyrannen offenbar von Gott geschickt worden sein sollten. Nur wer Gott „einzigartig und ohne Beeinträchtigung“ angehörte, konnte ein Gesalbter sein. Und auf wen mochte das zutreffen, wenn nicht auf seinen eigenen Sohn? Dennoch ging das Judentum von Anfang an immer davon aus, dass der Messias menschlich und nicht göttlich sein würde. Vielleicht wurde Jesus auch deshalb nicht als Heilsbringer betrachtet. Nach dem jüdischen Glauben ist er noch nicht gekommen. Deshalb feiert man dort auch nicht Christi Geburt als Weihnachten.

In der christlichen Lehre sieht das natürlich anders aus. In der christlichen Bibel finden sich zahllose Verweise auf den Messias. Er solle ein Sohn König Davids sein und aus Betlehem kommen. Er solle durch seinen Tod die Menschen auf alle Ewigkeit erlösen. Und so weiter. Auch bei Zeitgenossen mag Jesus also schon als Messias erkennbar gewesen sein. Tatsächlich gibt es einige Überlieferungen, in denen Jesus als Messias vermutet wurde. Er leugnete dies allerdings immer; lediglich beim letzten Verhör kurz vor seinem Tod soll er gestanden haben, der Messias zu sein. Einige sehen dies als Bestätigung; viele Zeitgenossen wandten sich allerdings nach seinem Tod von ihm ab. Gekreuzigt zu werden erschien ihnen nicht gerade göttlich.

Sogar der Koran kennt Jesus als Messias. Allerdings versteht man ihn hier nicht als Heilsbringer, sondern lediglich als einen Propheten, wie die ursprüngliche Wortbedeutung es ja auch hergibt.

Woher kommt eigentlich das Wort „Weihnachten“?

Wenn man sich mit der Entstehung von Weihnachten beschäftigt, dann kann man sich ruhig auch einmal mit der Etymologie des Wortes „Weihnachten“ befassen. Irgendwo muss das Wort ja seinen Ursprung haben. Wir könnten das Fest ja genauso gut „Christgeburtsfest“ nennen oder „Jupp, Märy und dat Kind inne Kripp“. Also befasse ich mich an dieser Stelle einmal mit der Wortherkunft von Weihnachten.

Anders als zum Beispiel bei „Ostern“ haben wir es hier einmal mit einem rein deutschen Kombinationswort zu tun: Weihen und Nacht, also die geweihte Nacht. Der Begriff „Weihen“ stammt dabei aus dem Germanischen (wiha) und bedeutet „Heilig“. Das ebenfalls aus diesem Zeitraum kommende „Nacht“ bedeutet natürlich genau das, wobei man streng genommen eigentlich von Nächten reden muss. Das wäre die wörtliche Übersetzung des germanischen Suffixes -naht, was für mehrere Nächte steht. Und das passt ja auch, schließĺich dauert das Weihnachtsfest bei uns drei Tage. Und wenn wir die Rauhnächte mit hinein nehmen, dann sogar noch länger.

Forscher nehmen heute an, dass das Wort „Weihnachten“ etwa im 12. Jahrhundert zum ersten Mal als solches gebraucht wurde. Es läge nahe, dass es sich dann nicht (ausschließlich) um eine altgermanische Weiterentwicklung handelt, sondern dass das Wort aus dem Lateinischen entlehnt wurde. In den damals ausschließlich auf Latein gehaltenen Messen wurde Weihnachten nämlich als „nox sancta“ bezeichnet, was zu deutsch die „Heilige Nacht“ bedeutet. Damit wären wir dann wieder bei Weihnachten. Martin Luther hat diese Entlehnung dann noch ein bisschen erweitert und aus den Weihnachten die Wiegenachten gemacht, da das Christkind ja in einer Krippe lag.

Übrigens, mal am Rande von der Wortherkunft: Der Duden nennt es „Das Weihnachten“, aber auch „der“ ist je nach Region möglich. Sicher kennt ihr auch die Pluralisierung des Wortes: „Diese Weihnachten geht es in den Schnee!“. Tja, und das war es auch schon zur Etymologie von Weihnachten.

Frohe Weihnachten!

Liebe Leser!

Wieder ein Jahr vorbei. Zugegeben, die meiste Zeit ist es um meinen Blog ja eher ruhig. Weihnachten hat eben nicht das ganze Jahr über Saison. Aber so ab Oktober geht es hier dann immer richtig rund. Es macht mir wahnsinnig viel Spaß, jedes Mal zu erforschen, wonach Ihr sucht, wenn Ihr hierher kommt. Und noch mehr Spaß macht es mir dann, genau diese Dinge zu recherchieren, damit Ihr zukünftig auch die passenden Antworten findet. Darum hoffe ich, dass Ihr mir auch im nächsten Jahr erhalten bleibt.

Jetzt aber ist es erst einmal Zeit, sich über seine Geschenke zu freuen und ein paar gemütliche Tage mit den Leuten zu verbringen, die Ihr liebt. Lasst euch nicht stressen, sondern geht alles mal entspannt an.

In diesem Sinne:
Frohe Weihnachten! Merry Christmas! Joel Natal! Feliz Navidad!

Eure Ela

Darum gehört das Beschenken zu Weihnachten

Viele Menschen beschweren sich ja zu Recht über die Kommerzialisierung von Weihnachten. Wie ich in einem anderen Blogartikel schon berichtete, setzt allein der deutsche Handel jedes Jahr 100 Milliarden Euro nur im Weihnachtsgeschäft um. Das ist ziemlich unbesinnlich, oder? Natürlich möchte man jedem eine Freude machen, aber oft gehört auch ein gewisser Erwartungsdruck dazu. Es muss was großes sein. Es muss meistens auch was teures sein. Man muss für jeden was haben. Es muss was besonderes sein. Unter den Voraussetzungen macht das Schenken nur noch herzlich wenig Spaß. Da fragt man dann nicht ganz zu Unrecht: Muss das Beschenken überhaupt sein? Ist es überhaupt ein traditioneller Bestandteil von Weihnachten?

Was die Tradition angeht, sage ich mal: Jain. Das Beschenken gehört schon irgendwie zum Fest. Die meisten Länder schenken allerdings nichts an Weihnachten, sondern am Nikolaus- oder Dreikönigstag. Das wiederum ist schon seit Jahrhunderten so Tradition und hat damit zu tun, dass Nikolaus und die Heiligen Drei Könige der Legende nach eben Geschenke bringen. Jesus aber nicht. Also ist das Beschenken an Weihnachten keine Tradition? Doch. Denn seit immerhin gut 150 Jahren gehört es in den meisten europäischen Ländern dazu, sich an Weihnachten etwas zu schenken. Bei so viel Zeit kann man hier wohl ruhig auch schon von einer Tradition sprechen. Übrigens schenken die Menschen sich selbst in Japan etwas zu Weihnachten. Allerdings hat unser Fest dort eher den Status eines Valentinstages. Dementsprechend werden auch eher Liebesgeschenke gemacht.

Aber zurück zum Beschenken und der Frage: Muss das sein? Ich finde, ja. Zum Einen sind Traditionen etwas, dem man nur schwer entgehen kann. Und ich bin generell auch der Typ Mensch, der Traditionen mag und pflegt. Gerade bei Kindern kommt auch noch hinzu, dass man sie ohne Weihnachtsgeschenke schnell in eine Außenseiterrolle drängt. Die „Gier“ nach Besitz mal außen vor: Wenn die ganze Schulklasse oder Kindergartengruppe Weihnachten feiert und Geschenke bekommt, nur das eigene Kind nicht, dann hat man hier jemandem ganz schnell die Kindheit versaut. Es gehört also nicht nur dazu, den Besitz durch das Beschenken zu mehren. Es gehört auch deshalb dazu, weil es uns Teil der Gemeinschaft sein lässt. Und das ist gerade für Kinder wichtig, die oft noch nicht selbstsicher genug sind, um sich ihren Platz in der Gesellschaft selber zu suchen. So wichtig es finde, Kinder zu beschenken (und so gern ich selber Geschenke kriege) – bei Erwachsenen muss das nicht immer sein. Ich schrieb ja schon: Ich bekomme selber gern etwas und ich schenke auch gerne. Wenn man von Anfang an vereinbart, dass nichts geschenkt wird, finde ich das aber auch okay. Wichtig ist in meinen Augen vor allem, dass man zusammen kommt, die Zeit miteinander genießt, zusammen isst. Selbst gemeinsam einen Film an Weihnachten gucken gehört für mich dazu und hat irgendwo einen höheren Stellenwert als Geschenke.

Das Beschenken bei Erwachsenen ist also eine reine Frage der Absprache. Und wie macht man das bei Kindern? Weihnachten ist für mich geschenkemäßig schon der teurere Tag im Jahr. An Ostern schenke ich nichts; und Geburtstag und Nikolaus sind für mich zwar auch wichtig, aber das höchste Fest ist eben Weihnachten. Deshalb finde ich es gerade bei Kindern gut, wenn man größere Anschaffungen mit dem Weihnachtsfest verbindet. Braucht das Kind ein Fahrrad, ein Handy (muss ja heutzutage sein), hätte es gern eine kostspieligere Uhr – das sind alles gute Geschenke für Weihnachten, wenn es zeitlich passt. Dennoch glaubt bitte nicht, dass Weihnachten für mich auch ein Fest ist, an dem man viel Geld ausgeben muss. Ich finde es muss nicht immer die Playstation sein, nicht der eigene Fernseher oder das erste Auto. Wenn das Kind daran Freude hat, dann ist auch ein Stofftier, die Kiste Legosteine oder ein tolles Buch das perfekte Weihnachtsgeschenk. Deshalb ist es für mich wichtig, dem Kind das auch zu kommunizieren:

An Weihnachten geht es zwar auch darum, sich durchs Beschenken eine Freude zu machen. Das sollte aber eher durch persönlich passende Geschenke passieren und nicht durch das Teuerste, was das Spielzeuggeschäft hergibt.

Die richtige Weihnachtsbeleuchtung finden

Für mich gehört Licht zur Weihnachtszeit einfach dazu. Draußen ist es dunkel und ein besinnliches Leuchten in der Nacht sorgt genau für die richtige Stimmung. Es gibt doch nichts Schöneres, als im Dunkeln durch die Nachbarschaft zu spazieren und überall dieses festliche Glimmen zu haben. Na gut, manche mögen es auch kreischend bunt nach amerikanischem Vorbild. Das mag ja jedem überlassen sein, wie er will.

Heute will ich euch einmal vorstellen, wie ich mein Haus beleuchte. Fangen wir außen an. Unsere Einfahrt wird mit einer Lichterkette speziell für den Außenbereich dekoriert. Ich schließe sie in der Garage an und wickle sie dann um Nachbars Gartenzaun. Achtet unbedingt darauf, dass die Zuleitung lang genug ist! Viele Aussenlichterketten
haben gerade einmal 50 Zentimeter, ehe die Lampen anfangen. Kombiniert mit einer Zeitschaltuhr muss man sich nicht mehr drum kümmern, die Lichterkette ein- und auszuschalten.

Damit es noch ein wenig festlicher wird, steht auf meiner Treppe ein Windlicht. Ich finde es einfach toll, wie das Licht im Wind flackert. Leider sind Kerzen auch bei einem Windlicht nicht vorm Erlöschen gefeit. Damit das nicht passiert und es trotzdem schön flackert, sind LED Kerzen eine gute Alternative. Ich mag die zwar eigentlich nicht so, aber für den Aussenbereich sind sie eine gute Alternative.

Das war es draußen auch schon, denn ich finde weniger ist mehr (und mehr hab ich noch nicht gekauft ;)). Drinnen geht es weiter. Im Fenster haben viele Leute ja einen Schwibbogen stehen. Ich persönlich habe mir dieses Jahr aber einen beleuchteten Stern gegönnt. Die meisten nehmen ja Modelle zum Hängen, aber ich fand was zum Stehen mal ganz schick.

An elektrischer Beleuchtung war es das schon – bis auf die Lichterkette für den Christbaum natürlich. Ansonsten setze ich ganz auf Kerzenfeuer, auch wenn das jetzt mit Baby natürlich ein bisschen zurückgeschraubt werden muss.

Wie sieht eure Weihnachtsbeleuchtung aus?

Das Weihnachtsgeschäft boomt – wie immer

Wir sprachen ja kürzlich schon über die Kommerzialisierung von Weihnachten. Das Weihnachtsgeschäft ist der Überbegriff dafür – oder wie der Handel das Ganze gerne nennen kann. Die Bezeichnung ist dabei gar nicht mal falsch, denn mit Weihnachten wird wirklich ordentlich Kasse gemacht. Das fängt ja schon im Herbst an, wenn die ersten Weihnachtsnaschereien in den Markt kommen. Das Weihnachtsgeschäft wird also schon ab Anfang September angekurbelt und läuft dann fast vier Monate lang. Neben den Süßigkeiten kommen dann erst einmal Adventskalender und Nikolausgeschenke dran.

Ein einfacher Schokokalender tut es ja nicht mehr. Ich muss ehrlich sagen, bei mir auch nicht. Ich mag die olle Vollmilchschokolade nicht so sehr. Für mich muss es schon ein Marzipankalender sein oder was Leckeres von Lindt. Dieses Jahr haben wir einen Kalender zum Selberfüllen. Mein Mann und ich bekommen Schokolade, unser Kind Duplo-Steine.

Für Nikolaus bekommt mein Mini dann eine kleine Holzeisenbahn und seinen ersten Schoko-Weihnachtsmann. Einen kleinen natürlich. Und für meinen Mann gibt es ein Set mit Whisky-Miniaturen. Ich finde das ehrlich gesagt schon viel und bin immer wieder überrascht, wenn manche zu Nikolaus schon ein Fahrrad rausrücken. Das kurbelt das Weihnachtsgeschäft jedenfalls ordentlich an.

Richtig los geht es dann natürlich mit dem Weihnachtsfest selbst, denn für unsere Lieben greifen wir gerne tief in die Tasche. Da darf es schonmal ein Schmuckstück sein, eine Spielekonsole, Konzertkarten, ein Fahrrad oder teure Kleidung. Naja das mag jeder machen wie er will. Ich finde auch selbst gebastelte Sachen toll, aber am Ende kaufe ich doch alles ein.

Na schön, wo wir vom Weihnachtsgeschäft reden, hier noch ein paar Zahlen.
* Allein in Deutschland werden anlässlich von Weihnachten gut 70 Milliarden (!!!) Euro umgesetzt
* Dabei geht es hauptsächlich um Spielzeug und Schmuck, Uhren und Parfüm
* Im Weihnachtsgeschäft macht der Handel ungefähr 25% seines Jahresumsatzes
* Elementare Stationen im Weihnachtsgeschäft sind der Black Friday und der Cyber Monday mit besonderen Sonderangeboten
* In Deutschland gibt es etwa 5.000 Weihnachtsmärkte mit einem Umsatz von 5 Milliarden Euro
* Am meisten setzen Glühweinstände um: 100.000 Euro pro Woche sind drin

Blogparade: Geschenke für Männer

Ach, Blogparaden sind ja so eine tolle Sache. Da kommen dann auch mal richtige Leser zu mir! :o) Nachdem ich schon in irgendeinem Netzwerk über die Blogparade gestolpert bin und Lothar von geschenkefuer-maenner.de mich dann noch einmal persönlich zur Teilnahme einlud, war für mich klar: Da mach ich mit. Das Thema passt ja super zu meinem Blog und auch super in die Weihnachtszeit. Denn im Moment sind wir doch alle im Einkaufsstress und überlegen uns, wie wir unsere Lieben am besten beschenken können, oder?

Leicht oder knifflig? Ein bisschen paradox
Ich schwanke, ob ich die Geschenkesuche für Männer jetzt einfach oder schwierig finden soll. Prinzipiell habe ich den Eindruck, dass man mit Alkohol immer gut ankommt. Mein Mann steht ja zum Beispiel total auf Whisky und meinen Vater macht man mit einem guten Wein immer glücklich. Schnäpske für den Schwiegervater und irgendein abgefahrenes Bier für Bruder und Schwager. Und wenn man nichts zum Saufen schenken will, dann tut es auch Zubehör in Form von Gläsern, Dekantern, Büchern zum Thema. Leicht also? Hm. Irgendwo ist es doch auch langweilig, wenn man ein so vorhersehbares Geschenk macht.

Natürlich gibt es auch noch andere Klischees, die auf die meisten Männer passen. Irgendein Tinnef fürs Auto kommt in der Regel ziemlich gut an. Auch Kram für den Computer – von der Festplatte bis zum Raspberry Pi – haben in meinem Männerkreis immer für ein erfreutes „Danke“ gesorgt. Oder wie wäre es mit einer Unternehmung? Ausflüge zum Baggerfahren, eine Tour zum Golfplatz (Ja, wirklich!), eine Stunde Paintball Spielen und so weiter. Je anstrengender es ist und je dreckiger und schmerzhafter es ist, umso besser. Scheinen zumindest die Männer zu finden.

Übrigens habe ich vor einer Weile schon einmal eine Seite zu Geschenken für Männer angelegt. Da dürft ihr auch ruhig mal reinschauen.

Die Kommerzialisierung von Weihnachten

Ich weiß, dass nicht jeder Mensch so vernarrt in das Weihnachtsfest ist, wie ich es bin. Dabei missfällt den meisten weniger das eigentliche Drumherum: Christbaum schmücken, Geschenke verpacken, gemeinsam essen, die Musik. Es ist vielmehr das, was mit den Geschenken sonst noch so zu tun hat, dass das Fest der Liebe oft in puren Stress ausartet. Nicht selten wird dann abfällig von der Kommerzialisierung von Weihnachten gesprochen und dass man das Fest nicht mehr gerne feiert, weil es sowieso nur in einer Geschenkeschlacht ausartet.

Bis zu einem gewissen Punkt muss ich Kritikern da Recht geben. Der Handel macht fast die Hälfte seines Jahresumsatzes nur durch das Weihnachtsgeschäft. Wir werden aggressiv umworben und schon ab Ende September mit Weihnachtsprodukten im Geschäft genervt. Als wäre das noch nicht alles, muss es gerade bei Menschen ab dem Teenageralter oft auch noch teuer, teuer, teuer sein. Da gehen Spielekonsolen über den Ladentisch, riesige Flachbildfernseher, Computer, ja sogar ganze Reisen. Und hier muss ich sagen: Selbst Schuld. Natürlich ist Weihnachten irgendwie ein großes Geschenkefest, aber statt teuer sollten die Geschenke lieber besonders sein.

Wünscht sich das Kind nun sehnlichst eine Play Station, ja dann soll es eben so sein. Die Kommerzialisierung von Weihnachten beginnt für mich erst da, wo das Kind dann zusätzlich zur Play Station noch einen tragbaren DVD Player, ein neues Handy und 100 Euro Taschengeld bekommt. Es ist ja nicht nur so, dass das Ganze dann verdammt teuer wird (und ich mit meiner großen Familie kann da ein Liedchen singen). Es ist auch so, dass die eigentliche Geste damit untergeht: Du bedeutest mir was, und deshalb mache ich dir mit diesem Geschenk eine Freude. Wer nur Highlights zu Weihnachten geschenkt bekommt, der weiß gar nicht, worüber er sich denn nun zuerst freuen soll. Dadurch verliert jedes einzelne Geschenk seine Sonderstellung und wird wertlos. Wenn man also etwas teures verschenken möchte, dann sollte man das Nebenbei auf Kleinigkeiten wie einen Süßigkeitenteller oder ein gutes Buch reduzieren. Auch wenn teure Geschenke zu Weihnachten nicht generell nötig sind, kann man in so einem Fall trotz Bruch dieser Regel nicht mehr von einer Kommerzialisierung von Weihnachten sprechen.

Aber wer hat eigentlich gesagt, dass es immer teuer sein muss? Ich habe manchmal das Gefühl, die Menschen haben sich diese Geschenkefalle selber gegraben. Das fängt schon mit Nikolaus an, wo es plötzlich nicht mehr die Süßigkeiten im Stiefel und eine DVD sind, sondern gleich ein ganzes Fahrrad. Und als würde das nicht reichen, werden zu Ostern nicht mehr nur Eier gesucht, sondern auch hier muss es noch einmal ein riesiges Geschenk geben. Seit wann schenkt man was zu Ostern? Wer seine Familie zu jeder noch so unpassenden Gelegenheit mit großen Geschenken verwöhnt, der kann sich über eine entsprechende Erwartungshaltung zu Weihnachten ja eigentlich nicht mehr wundern. Leider ist dieser Kreis nur schwer zu durchbrechen.

Ich habe das mit meiner Familie für dieses Jahr jedenfalls mal versucht. Da wir dank einem neuen Eigenheim und einem Baby ohnehin nicht die größten Barmittel haben, gibt es für alle nur etwas Kleines. Beim Kind ist das einfach (wichtige Geschenke wie das neue Schaukelpferd übernehmen die Großeltern freudestrahlend). Auch bei den Eltern, Schwiegereltern und Geschwistern haben wir uns diesmal eine deutliche Grenze gesetzt und das auch so kommuniziert. Schenkt uns bitte nichts Großes, wenn wir nicht ausdrücklich darum bitten (gerade wo wir so knapp sind, können wir natürlich einiges gebrauchen).

Ich muss gestehen, ein bisschen abgewichen bin ich davon trotzdem. Als ich in einem Online Shop einen recht teuren Whisky im Sonderangebot sah, musste ich dann doch zugreifen. Das ist einfach immer so ein wunderbares und sicheres Geschenk für meinen Mann.

Es wird Zeit für den Geschenkekauf

Wenn man so wie ich eine vergleichsweise große Familie hat, dann ist Weihnachten nicht nur ein Fest der Liebe, sondern auch des Geldausgebens. Natürlich muss man nicht jedem etwas schenken, aber der engere Kreis sollte es für mich schon sein. Und ja: Natürlich darf es auch was Selbstgemachtes sein. Aber ich bin weder im Backen noch im Basteln gut. Also kaufe ich lieber was. Damit das nicht gleich ein Vermögen auf einmal wird, ist klug beraten, wer schon ein oder zwei Monate früher damit beginnt. Ich habe zumindest für meinen Mann und mein Kind schon das Passende im Schrank. Und Muttis Geschenk liegt zumindest schon im Warenkorb.

Doch es ist ja nicht nur das Finanzielle. Nicht selten stellt sich auch die Frage „Was schenke ich überhaupt?“ Mein Vater ist da das perfekte Beispiel: Sachen auf seiner Wunschliste bestellt er sich meist selbst. Was ihm wirklich gefällt, kauft er sich sofort. Und was er sich nicht selber kaufen kann, kann ich erst recht nicht bezahlen. Naja. Das klingt jetzt nach einem Luxusproblem. Natürlich kommen auch kleine Aufmerksamkeiten gut an. Man muss nur wissen, wo man sie herbekommt. Eine neue Info- und Einkaufsquelle, die ich dazu aufgetan habe, ist die Webseite die-geschenk-idee.net . Sortiert nach Anlass und Geschlecht des zu Beschenkenden finden wir hier nette Anregungen.

Das Praktische daran: Anders als zum Beispiel bei Amazon bekommen wir nicht nur Vorschläge für Männer und Frauen, sondern auch für Kollegen, Großeltern, Kunden und Leute, die schon alles haben. Besonders gut gefällt mir ja das magnetische Schlüsselbrett. Aber auch Mützen zum Selberstricken, Sudoku-Klopapier, hochwertige Stifte und vieles mehr sind tolle Ideen. Von witzig über liebevoll bis edel ist hier also für jeden Geschmack etwas Hübsches zu finden.

Ich habe natürlich auch ein paar Tipps für alle, die noch nach Geschenkideen suchen. Einem Weinliebhaber würde ich den Rotwein „Calicanto“ ans Herz legen. Kommt aus Chile und ist unglaublich lecker. Wurden die Eltern gerade zu Großeltern? Da gibt es eine Menge Ausfüllbücher für Erinnerungen (Eignen sich auch toll für Eltern und ihre Kinder). Und Marzipan kommt eh immer gut an :)

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