Ich will Weihnachten

Interessantes und Besinnliches rund um die Weihnachtszeit

Eine Weihnachtsstadt als Adventskalender

Ihr habt die Nase voll von klassischen Papieradventskalendern mit Weihnachtsbaum oder Schneeszene als Motiv? Wenn Ihr etwas zum Hinstellen und Ansehen haben wollt, dann ist eine Weihnachtsstadt für euch doch genau das Richtige! Statt Papptafel oder Filztäschchen an der Wand stellt ihr einfach 24 kleine Häuschen auf, in denen sich die Geschenke verbergen. Am schönsten sieht es aus, wenn diese Häuschen abends auch noch beleuchtet sind.

Wie kann man eine Weihnachtsstadt zum Adventskalender machen?

Am einfachsten ist es natürlich, sich eine Weihnachtsstadt einfach zu kaufen. Allerdings müsst ihr da genau hinsehen, denn viele Städte bestehen aus weniger als 24 Häusern – oder zur Stückzahl werden auch Dekoelemente wie Laternen und Bänke gezählt, in denen man nichts verstecken kann. Außerdem solltet Ihr berücksichtigen, dass sich hier möglicherweise nur sehr kleine Sachen verstecken lassen. Wer etwas mehr Geld investieren möchte, der sieht sich am besten auf dem Weihnachtsmarkt um. Hier gibt es praktisch immer irgendwo einen Stand mit beleuchteten Weihnachtshäusern. Die Häuser sind in der Regel groß genug und auch vielfältig genug, um 24 Stück zusammenzubekommen. Allerdings kosten sie auch 30 bis 50 Euro pro Stück. Eigentlich perfekt, um sich das Dorf nach und nach zusammenzusammeln.

Wenn ihr stattdessen einen Weihnachtsstadt-Kalender basteln möchtet, habe ich für euch drei Möglichkeiten:

Der Klopapierrollen-Kalender

Leere Toilettenpapierrollen eignen sich ganz hervorragend zum Basteln einer Weihnachtsstadt als Adventskalender. Ihr braucht nur 24 Rollen sowie genug Fotokarton für 24 runde Dächer. Außerdem noch Malfarbe, Schere und Kleber.

Mit einem Zirkel, einem Glas oder einer Cremedose könnt ihr ganz leicht Kreise auf dem Papier vorzeichnen und ausschneiden. Wenn Ihr in die ausgeschnittenen Kreise jetzt einen geraden Schlitz bis zur Mitte schneidet, könnt Ihr das Papier zu einem Hütchen zusammenschieben. Mit Kleber fixiert Ihr das Papier und schon habt Ihr ein Dach.

Bevor Ihr das Dach aufsetzt, solltet Ihr mit der Schere Türchen und Fenster aus den Klopapierrollen ausschneiden – wenn Ihr möchtet – und sie bemalen. Erst zum Schluss kommen dann die Dächer drauf. Jetzt noch eine Nummer drauf, Schokolade rein, fertig.

Der Glaskalender

Ganz ähnlich lässt sich auch ein Weihnachtsstadt-Adventskalender aus Gläsern bauen. Die Gläser sind die Häuser, die Dächer bastelt Ihr wie beim Klopapierkalender. Damit man nicht ins Innere sehen kann, könnt Ihr die Gläser noch schön mit Glasfarbe bemalen oder mit Transparentpapier bekleben. Schon fertig!

Für Anspruchsvolle: Der getöpferte Weihnachtsstadt-Adventskalender

Wenn Ihr viel Zeit habt, baut Euch Euren Adventskalender doch selbst! Ihr braucht nur genug Ton für 24 Häuser. Der Vorteil beim Töpfern ist, dass Ihr in Form, Größe und Gestalt freie Hand habt. Sollen die Häuser rund werden oder eckig? Gibt es Fenster und Türen oder werden die aufgemalt? Klappt man das Dach auf oder hat das Haus hinten ein Loch zum Reingreifen? Auch für Licht und die gegebenenfalls nötige Verkabelung könnt Ihr beim Töpfern leicht Platz schaffen.

Die fertigen Häuser sollten wenigstens eine Woche trocknen und dann gebrannt werden (notfalls auch im eigenen Backofen). Sie sind dann stabiler. Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr Eure Häuschen danach noch mit Glasur bemalen.

So bastelst du dir deinen Kleiderbügel-Adventskalender

Noch wenige Wochen bis zum 1. Dezember. Höchste Zeit also, sich um den Adventskalender fürs Kind oder die Liebsten Gedanken zu machen. Wer gerne selber bastelt, dabei aber nicht unbedingt geschickt ist oder einfache Dinge bevorzugt, für den habe ich heute einen ganz einfachen Basteltipp: Den Kleiderbügel-Adventskalender.

Das brauchst du:

1 Kleiderbügel mit Hosensteg (ein Holzmodell ist stabiler, falls du schwere Päckchen aufhängen willst)

10 Meter schönes Geschenkband, ruhig etwas breiter

Für Verzierungen dann noch schmale Geschenkbänder

Etwas Klebeband

Nach Belieben kleine Dekorationen wie aufklebbare Tannenbäumchen

Und natürlich 24 Päckchen, eingepackt in Geschenkpapier und nummeriert

 

So bastelst du den Kleiderbügel-Adventskalender

Mit einem kleinen Stück Klebeband befestigst du das breite Geschenkband am Kleiderbügel. Jetzt wickelst du das Band Stück für Stück um den Bügel, und zwar so, dass einschließlich Haken alles eingewickelt ist (die Mitte soll natürlich frei bleiben).  Mit einem zweiten Stück Klebeband befestigst du jetzt das andere Ende des Bandes.

Wenn du möchtest, kannst du den Kleiderbügel-Adventskalender jetzt auch noch mit einem schmaleren Geschenkbank sparsam umwickeln, um für farbige Akzente zu sorgen.

Jetzt ist dein Kleiderbügel-Adventskalender im Grunde auch schon fertig! Deine fertig verpackten und nummerierten Geschenke bindest du jetzt nur noch an Bänder, die du dann am Holzsteg des Adventskalenders befestigst. Nimm unterschiedliche Längen, dann sieht nicht alles so geknubbelt aus.

 

Das war doch ganz einfach, oder?

Postet mir doch eure Ideen für Adventskalender oder zeigt mir, wie euer Kleiderbügel aussieht!

Weihnachtsparties planen

Weihnachtsfeiern sind im Arbeitsalltag ja nichts ungewöhnliches. Meistens treffen sich die Kollegen einer Abteilung (bei kleineren Betrieben auch mehrere Abteilungen) und gehen zusammen irgendwo essen. Größere Firmen schmeißen ihren Mitarbeitern auch schon einmal eine eigene Feier. Mein Highlight: Bei meiner Ausbildung bei T-Mobile tauchte auf der Weihnachtsfeier Robbie Williams auf!

Solche Feiern möchten natürlich gut geplant sein. Feten für mehrere tausend Angestellte lasse ich jetzt mal außen vor, denn ich glaube dafür engagiert man am besten eine Event-Agentur, damit auch alles perfekt passt. Ihr sollt für eure Firma eine Weihnachtsfeier selber planen? Na dann denke ich, dass meine Tipps sich im Kern auch für große Feste nutzen lassen.

Das Schwierigste überhaupt: Der Termin

Ich glaube, es gibt bei der Planung einer Weihnachtsfeier nichts Schwierigeres, als einen Termin zu finden. Je mehr Leute beteiligt werden sollen, umso kniffliger wirds. Irgendwer hat immer schon was vor. Bei kleinen Gruppen rate ich euch deshalb, rechtzeitig mit der Terminsuche zu beginnen. Ruhig schon im Oktober. Um die Übersicht zu behalten, helfen Abstimmungstools wie Doodle. Hier kann jeder seine freien Termine eintragen und der Partyplaner sieht sofort, wann die meisten Zeit haben. Um das direkt zu sagen: Je mehr Leute beteiligt sind, umso unwahrscheinlicher ist es, einen Termin zu finden, an dem alle können. Das muss man einfach akzeptieren.

Ich erinnere mich, dass unser letztes Weihnachtsraclette bei meinem Schwager ins Wasser fiel, weil wir uns nicht auf einen Termin einigen konnten. Er hat dann das einzig richtige getan und gesagt: Nächstes Jahr am 21.12. bei mir Raclette und Punkt. So hatte jeder genug Zeit, sich auf den Termin einzustellen und keiner kann sich übergangen fühlen, weil JEDER den Termin vorgegeben bekam. Die einzige Ausnahme, bei der man freie Termine wirklich berücksichtigen muss, ist dann wohl wenn man wirklich jemanden wie Robbie Williams dabei haben will 😉

Der Raum: Früh buchen!

Wenn der Termin steht, wird es oft nötig, einen Raum für die Feier zu finden. Steht im Firmengebäude etwas geeignetes zur Verfügung, prima. Bei kleinen, privaten Gruppen kann man auch das heimische Wohnzimmer oder den Partykeller nutzen. Wer sich selbst verköstigt, der kann Ausschau nach Grillhütten, Vereinsheimen, Feuerwehrheimen und Gemeindesälen halten. Sie sind meist günstig zu haben.

Gerade Arbeitskollegen gehen aber am liebsten zusammen essen. Es muss also ein Restaurant gefunden werden, das genügend Platz und zum festgelegten Termin auch Zeit hat. Ich persönlich habe ja nichts dagegen, zu einem solchen Anlass mal ausgefallene Küche zu probieren, aber nicht jeder ist bereit, etwas außerhalb von Pizza, Schnitzel und chinesischem Buffet zu probieren. Ihr solltet also vorab klären, ob irgendeine Küche für eure Kollegen und Gäste wirklich ein totales No-Go ist.

Tja, und wenn die Wahl gefallen ist, dann schnell buchen! Gute Restaurants und Säle sind in der Weihnachtszeit schnell ausgebucht, deshalb sollte das nicht auf die lange Bank geschoben werden. Wir haben auf der Arbeit selbst mal zu spät nach einem Restaurant gesucht und sind dann mit 20 Mann in einer Pizzeria gelandet, in der Kräutertee von Ja! serviert wurde, der Salat mit Bohnen nur aus zwei Blättern Salat und einem Berg weißer Bohnen bestand und die Pizza nach nichts schmeckte.

Das Essen: Satt soll jeder werden

Sofern ihr euch nicht schon auf einen Restaurantbesuch festgelegt habt, kommt als nächstes die Frage: Was wird gegessen (und getrunken?). Bei kleinen bis mittelgroßen Feiern ist es am praktischsten, wenn jeder etwas mitbringt. Von Kuchen über Salaten bis hin zu ausgefalleneren Speisen darf alles dabei sein, so dass sicher jedem etwas schmeckt. Damit nicht nur Nudelsalat mitgebracht wird, ist eine vorherige Absprache aber hilfreich. Kleine private Feiern unter Freunden können auch allein vorbereitet werden. Es ist zwar viel Arbeit, für 10 Mann ein Raclette vorzubereiten, aber wenn vorher ein, zwei Gäste beim Schnippeln helfen, hält sich der Aufwand in Grenzen.

Schwieriger wird es bei richtig großen Feiern, so ab 100 Personen. Wenn man nicht zufällig eine Firmenkantine in der Hinterhand hat, ist die Vorbereitung des Essens alleine kaum zu schaffen. Essen selbst mitbringen wird auch schwierig, denn bei so vielen Leuten lässt sich kaum noch koordinieren, wer was mitbringt. In solchen Fällen rate ich zum Wintergrillen, denn Würstchen und Steaks schmecken jedem. Eine gute und beliebte Alternative ist der Cateringservice. Je nach Qualität und Zutaten zahlt man zwischen 15 und 30 Euro pro Person und erhält eine große Auswahl an Speisen für jeden Geschmack. Das Beste daran: Man muss sich weder ums Kochen noch ums Spülen kümmern. Wie beim Raum gilt aber auch hier: Gute Services sind schnell ausgebucht, also solltet ihr euch auch darum gut kümmern.

Welche Mengen brauche ich?

Für alle, die die Feier wirklich selber vorbereiten möchten, hier jetzt noch die wichtigsten Zahlen:

Pro Person rechnet man normalerweise mit 250 Gramm Fleisch oder Würstchen plus 200 Gramm Salat und 50 Gramm Brot.

Einige essen mehr, andere weniger, aber in der Regel kommt man mit diesen Zahlen super hin.

Die Menge der Getränke ist etwas schwieriger zu kalkulieren, denn manche trinken lieber Wein, andere Bier und andere trinken gar keinen Alkohol. Ein Liter Limo oder Wasser pro Kopf hat sich bei mir bisher immer bezahlt gemacht. Fachleute empfehlen außerdem pro Person 2 Liter Bier, bei Wein mit einem Liter. Achtung: Bestellt beim Getränkehändler eures Vertrauens ruhig etwas mehr, denn in der Regel erhaltet ihr die Getränke auch auf Kommission. Das bedeutet: Es wird mehr als errechnet geliefert und ihr bezahlt nur das, was verbraucht wurde. Alle geschlossenen Flaschen und Fässer werden wieder zurückgenommen. So kann man praktisch nicht zu viele Getränke kaufen und es sitzt trotzdem keiner auf dem Trockenen.

Falls nötig bekommt Ihr beim Getränkehändler übrigens auch Zapfanlagen und Bierzeltgarnituren.

Das Ambiente – jetzt wirds weihnachtlich

Als letzten Punkt auf eurer Liste müsst ihr euch jetzt nur noch um das Ambiente eurer Feier kümmern. Der Saal will weihnachtlich geschmückt werden. Tannengrün verbreitet einen tollen Duft und auch Kerzenlicht sorgt für eine super Atmosphäre. Wegen der Brandgefahr solltet ihr allerdings sparsam mit Kerzen umgehen und sie nur dort aufstellen, wo nichts passieren kann – zum Beispiel auf eine Fensterbank (ohne Vorhänge) oder als sparsame Tischdeko.

Die Musik sollte natürlich festlich sein, aber übertreibt es nicht. Zum Essen ist ruhigere Musik angesagt. Später mit steigendem Alkoholpegel darf dann auch mal Partymusik angemacht werden. Noch ein Tipp: Eine feste Person sollte sich um die Musik kümmern und sonst niemand. Ich erinnere mich mit Grauen an eine Geburtstagsfeier, auf der die Mutter des Geburtstagskindes die eher junge, 100 Mann starke Partygesellschaft eine Stunde lang mit Karnevalsmusik beschallt hat. Als der Gastgeber das Problem endlich bemerkte und für Abhilfe sorgte, waren noch 20 Leute da. Um 21 Uhr.

Besondere Highlights

Wenn Ihr wollt, könnt Ihr Eurer Feier jetzt noch das gewisse Etwas verleihen und für Highlights sorgen. Sind Kinder dabei, dann kommen Weihnachtsmann und Christkind super an (bei Erwachsenen übrigens auch oft). Musiker und Bands sorgen für eine gute Stimmung oder es könnte ein weihnachtliches Schauspiel einstudiert werden. Auch Spiele wie das Wichteln kommen oft gut an.

Wir selber beschränken uns meist auf die wenig bekannte Tradition der Weihnachtsgurke: Eine grüne Glasgurke wird in den Weihnachtsbaum gehängt und wer sie findet, der kriegt ein Geschenk 😉

So wird aus Weihnachten ein rauschendes Fest

Ich denke ich muss keinem meiner lieben Leser noch groß erklären, wie vernarrt ich in alles bin, das mit Weihnachten zu tun hat. Die einzige „Tradition“, die ich bisher noch nicht umgesetzt habe, ist so etwas wie eine Weihnachtsfeier. Es gibt zwar bei meinem Schwager immer ein Raclette, aber mit kleinem Kind sind wir da leider erstmal raus. Aber wartet, bis es älter ist! Dann gibt es bei mir Punsch, Braten und jede Menge „Klingeling“.

So eine Party auf die Beine zu stellen, ist ganz leicht. Man braucht nur einen Plan und die richtige Dekoration. Den Plan könnt ihr ganz leicht selbst machen. Soll ich? Soll ich? Okay. Kommt morgen 😉 Heute geht es um die richtige Partyausstattung, denn in diesem Zusammenhang möchte ich euch mit www.firlefantastisch.de einen hilfreichen Partner vorstellen.

Nicht nur für Weihnachtspartys echt ideenreich

www.firlefantastisch.de ist ein Fachhändler für Partyartikel, also an erster Stelle Dekorationen, aber auch Verkleidungen, Spielsachen und andere Dinge, die man für eine schöne Mottoparty braucht. Der eine oder andere hat diese Seite vielleicht schon besucht, denn solche Dekohändler sind vor allem für Kindergeburtstage eine tolle Sache. Ich für meinen Teil war jedenfalls schon auf Eulen, Elsa und Piraten-Partys. Aber auch für Weihnachten mit Kindern gibt es hier viele tolle Ideen.

Das fängt schon mit dem „In Stimmung Bringen“ an. Das Schöne an Weihnachten als Kind ist doch, dass man mit jedem Tag aufgeregter wird, bis man Weihnachten fast vor Vorfreude platzt. Und dann will man seine von Christkind oder Weihnachtsmann gebrachten Schätze am liebsten alle mit ins Bett nehmen. Zumindest habe ich mich so gefühlt. Um eine so aufgeregte Vorfreude aufzubauen, ist es hilfreich, sich im Vorfeld viel mit Weihnachten zu beschäftigen. Bei www.firlefantastisch.de könnt Ihr dazu zum Beispiel Ausmalblocks, Sticker für Porzellantassen, Fenstersticker und Spiele finden. Die eignen sich natürlich auch super, um die Zeit bis zur Bescherung zu überbrücken.

Zur Bescherung oder für die Kinderparty

Auch zum Feiern lässt sich hier schnell und einfach das richtige Equipment bestellen. Bonbons und Fruchtgummis im weihnachtlichen Design dürfen auf keiner Kinderparty fehlen. Weihnachtlich geformte Nudeln oder ein Tortenaufleger mit Weihnachtsmann machen das Essen erst so richtig lecker. Und auch dekorative Girlanden, Tischtücher, Teller und Servietten dürfen natürlich nicht fehlen. Zugegeben: Kinder-Weihnachtspartys schmeißt man zuhause eher selten. Aber was ist mit dem Kindergarten, der Tagesmutter oder dem Turnverein?

Meine ganz persönlichen Weihnachtsbräuche

Mit Erschrecken stelle ich gerade zwei Dinge fest:
1. Weihnachten steht vor der Tür
2. Ich habe seit über einem Jahr nicht mehr gebloggt!
Dabei hatte ich mir noch eine ellenlange Liste mit hunderten Themen rund um Weihnachtsbräuche und Co erstellt, um diese Seite immer weiter auszubauen. Euer kleines Weihnachts-Wikipedia sozusagen. Und dann sowas. Wie rechtfertige ich das? Naja, mein mittlerweile zweijähriges Kind nimmt mich gut in Anspruch und eine Nr. 2 ist unterwegs. Umso wichtiger, jetzt mal ordentlich Gas zu geben und mal wieder für Lesestoff zu sorgen!

Los gehts mit Essen (Entschuldigung, aber für Schwangere ist das ein wichtiges Thema!)

Bei vielen Familien folgt das Essen an den Weihnachtstagen einem bestimmten Schema. Einige schwören zum Beispiel auf Kartoffelsalat und Würstchen, weil es schnell gemacht ist und man zwischen Kirchgang und Bescherung nicht noch ewig in der Küche stehen muss. Andere machen Raclette oder Fondue. Das ist zwar eine riesige Schnippelei, aber sie lässt sich gut vorher erledigen. Und es ist gemütlich. Bei anderen kommen die Weihnachtsgans oder das Schweinefilet auf den Tisch und andere – so wie meine Familie – überlegen jedes Jahr aufs Neue, was gekocht wird. Das liegt allerdings nicht an mir. Mein Mann ist Racletteverweigerer.

An Allerheiligen fängt alles an

Ja, Allerheiligen gehört eigentlich nicht zu Weihnachten, aber meine persönliche Weihnachtszeit beginnt immer mit gemeinsamem Familien-Friedhofsbesuch. Die Kinder zünden Grabkerzen an, anschließend gibts Kartoffelsalat. Dann kommt Sankt Martin mit überdimensionierten Weckbrötchen (sowas wie riesige Milchbrötchen) – in meiner Kindheit in Westfalen gabs Stutenkerle, die finde ich persönlich auch schöner. Nach Sankt Martin kommt dann auch schon bald der Nikolaus. Mein Sohn kriegt ein bisschen Schokolade in die Schuhe, außerdem ein kleines Geschenk. Ein Bilderbuch oder sowas. Bei der Tagesmutter gibt es dann auch noch einmal eine Nikolaussocke und ein kleines Spielzeug.

Die Zeit bis Weihnachten verbringen wir dann mit dem Anzünden von Kerzen, mit dem Dekorieren des Hauses, Kekse backen – dieses Jahr solls auch ein Lebkuchenhaus geben – Weihnachtsmärkte besuchen (aber nur die schönen), Weihnachtsfeier der hiesigen Tagesmütter, Kinder-Weihnachtsgottesdienst, Weihnachtsfilme gucken, Bilderbücher zum Thema anschauen und, und, und. Stressig, aber jetzt ist mein Mini endlich alt genug, um all das auch mitzumachen und dann macht es ja auch doppelt Spaß.

Durchgetaktete Weihnachtsfeiertage

Ich habe viel, weit verstreut lebende Familie, deshalb lassen sich die Weihnachtsfeiertage leider nicht ohne gute Organisation überleben. Das ist stressig, aber ich würde auch keinen einzigen Punkt ausfallen lassen. Deshalb laufen unsere Weihnachtsfeiertage ungefähr so ab:

Der Morgen des Heiligabend wird gemütlich verbummelt und ggf. für Essensvorbereitungen genutzt. Wenn alles gut läuft, fahre ich gegen Mittag mit dem Zwerg zum Flughafen und hole meinen Bruder ab, der Heiligabend häufiger bei uns ist (traditionell wäre bei Mutti zwar schön, aber das wäre unnötige Rumfahrerei). Nachmittags gehe ich mit dem Kleinen in die Kirche, während Mann und Bruder Weihnachtsbaum und Geschenke aufstellen. Das ist in der Familie meines Mannes so Tradition – nicht gemeinsam schmücken, sondern reinkommen und – Überraschung! Nach der Bescherung gibt es dann essen, dann geht das Kind ins Bett und wir schauen einen Film.

Am nächsten Tag geht es im jährlichen Wechsel zu einer meiner Tanten oder meinem Vater zur Familienfeier. Am frühen nachmittag löst sich das ganze auf, dann besuchen wir meine Oma im Altenheim und fahren danach weiter (oder zurück) zu meinem Vater zum Weiterfeiern. Abends dann weiter zu meiner Mutter. Da machen wir dann am zweiten Weihnachtstag Bescherung und Raclette-Essen. Während wir abends nach Hause fahren, startet mein Bruder in der Regel von dort aus wieder zum Flughafen.

Tja, bleibt noch die Schwiegerfamilie, die wir dann oft am selbsternannten 3. Weihnachtstag besuchen. Geschenke, Essen, quatschen.

Das sind unsere persönlichen Familientraditionen und -bräuche. Wie sieht es denn bei euch so aus?

Zeit für die ersten Weihnachtsvorbereitungen

Na, habt Ihr auch schon angefangen, euer Haus schön zu dekorieren? Ich habe im Keller überraschend viele Außenlichterketten gefunden und jetzt schon das ganze Haus mit Zeitschaltuhren ausgestattet. Ja, sieht ganz schön aus. Natürlich liegt im Keller noch viel mehr Weihnachtsdeko, aber ich wollte nicht gleich schon Anfang November Gas geben.

Wo ich allerdings schon ordentlich eingekauft habe, sind Adventskalender. Auf Facebook kursiert ja immer der schöne Spruch „Egal wie alt ich bin, ich will einen Adventskalender!“. Und da ist was wahres dran. Weihnachten ist für mich immer ein Stück Kind sein auf Erwachsenenart und da gehört ein Kalender auf jeden Fall dazu. Und ich muss zugeben: Ich hab jetzt schon einige eingekauft.

Angefangen hat alles mit drei ganz normalen Schokoladenkalendern. Die wollte ich in die USA schicken zu einer Familie, die es grad echt schwer hat (googelt mal nach Team Knox Joseph!). Aber leider musste ich dann feststellen, dass die da selbst im November noch über 30 Grad haben. Schlecht für Schokolade! Dann habe ich einen After Eight Adventskalender in Gestalt eines grünen Big Ben gekauft und an meinen Bruder geschickt. Er steht total auf Süßigkeiten mit Minze und hat sich sehr darüber gefreut. Kurz habe ich noch überlegt, seinen Katzen was mitzuschicken, aber…. nein.

Stattdessen habe ich MIR einen Adventskalender gekauft und zwar die Luxusversion vom Aldi. Normalerweise nehme ich immer einen von Lindt, aber da sind irgendwie immer einzelne bei, die ich nicht so mag. Deshalb dieses Jahr mal nen günstigeren. Teilweise zumindest, denn es ist dann noch ein Luxus-Teeadventskalender dazugekommen. Das ist für mich echt eine tolle Sache, so mit kleinem Kind. Mein täglicher Tee ist dann nämlich meine besinnliche Auszeit, in der mich jeder mal gern haben kann.

Obwohl ich noch mit einem Ferrero Kinder Adventskalender liebäugele, war es das für mich erst einmal. Ich habe dann neulich noch ordentlich Schokolade gekauft, um Mann und Kind den Kalender zu befüllen. Dummerweise wurden wir an Halloween dermaßen heimgesucht, dass die Weihnachtsschokolade mit drauf gegangen ist. Mein Kind kriegt deshalb jetzt einen Tip Tap Baby-Tiere Kalender und mein Mann geht leer aus. Der hat eh nie in den Kalender geguckt, nicht mal wenn Whisky drin war.

Das war es bei mir – vorerst! Was habt Ihr denn so?

Weihnachten als Familienfest

Einen schönen Dreikönigstag wünsche ich Euch! Mit dem heutigen Tag endet die Weihnachtszeit ja eigentlich, aber da ich meine Seite immer weiter bearbeiten möchte, kommt auch in den nächsten Monaten immer wieder mal was von mir. Halbwegs regelmäßig, hoffe ich.

Heute möchte ich darüber philosophieren, warum Weihnachten so ein großes Familienfest ist. Denn mal im Ernst: Mariä Verkündigung, Christi Himmelfahrt, Allerheiligen und Co sind auch bedeutende kirchliche Feste. Und wir bekommen an den meisten Tagen sogar Urlaub, den wir nutzen könnten, um uns mit der Familie zu treffen. Tun wir aber nicht. Warum ist das also bei Weihnachten anders? Warum ist das unser großes Familienfest?

Ich glaube, das hängt damit zusammen, dass Weihnachten für uns einfach noch mehr ist, als „nur“ die Geburt Christi. Zumal gerade dieser Punkt bei vielen ja zurück tritt. Immer mehr Menschen sind ja sogar stolz darauf, keine Religiosität zu besitzen. Und trotzdem feiern sie Weihnachten. Weil sie es gewohnt sind, weil man Geschenke bekommt und verschenkt – und weil die ganze Familie zusammen kommt. Die meisten anderen kirchlichen Festtage bieten das nicht, sondern sind wirklich einzig und allein auf ihren Anlass beschränkt. Der Dreikönigstag beispielsweise ist in unserer Region nur dadurch definiert, dass die Sternsinger durch die Gegend ziehen und Spenden sammeln. Ist das ein Grund, gemeinsam mit der Familie zu feiern? Für die meisten nicht.

Also ist Weihnachten ein Familienfest, weil es Geschenke und gutes Essen gibt? Ja es scheint mir ganz so zu sein. Wobei wir dann natürlich wieder überlegen müssen, warum es ausgerechnet an Weihnachten Geschenke gibt und nicht zum Beispiel am Karfreitag oder an Pfingsten. Dass es ausgerechnet an Weihnachten der Fall ist, hat tatsächlich seine religiösen Wurzeln und ist keine neumodische Erfindung. Nicht so richtig wenigstens. Wie ihr aus meinem Artikel über den Nikolaus bzw. zur Bescherung vielleicht schon wisst, ist eigentlich der Nikolaustag der Geschenketag. Immerhin war der Heilige Nikolaus dafür bekannt, Kinder zu beschenken. Dass das Ganze hierzulande dann auf Weihnachten gerückt ist, haben wir Martin Luther zu verdanken. Wir Protestanten verehren ja keine Heiligen und die Schenkerei von Nikolaus zu lösen und auf Weihnachten zu verschieben, dürfte es dem einen oder anderen doch attraktiver gemacht haben, auf das Nikolausfeiern zu verzichten.

Dass Weihnachten zum Familienfest wurde liegt aber nicht nur an den Geschenken; wann sonst haben wir mal zwei, drei Tage am Stück frei? Da bietet es sich an, auch mal größere Strecken zurück zu legen, um die liebe Familie zu besuchen. Da ja ohnehin alle Geschäfte geschlossen haben und auch die meisten Kinos, Freizeitparks und so weiter, hat man ja eh nichts Besseres zu tun 😉

Der Messias

Weihnachten, oder eher die Geburt Christi, hatte bei den Menschen ursprünglich nicht dieselbe Bedeutung, wie bei uns. Es ging nicht einfach darum, die Geburt irgendeines Menschen zu feiern und sich dabei zu beschenken. Es ging um die Geburt des Messias, der die ganze Welt verändern sollte. Den Begriff hat sicher jeder von uns schon einmal gehört. Aber was genau verbirgt sich dahinter? Warum war seine Ankunft so wichtig? Und warum sollte ausgerechnet Jesus von Nazareth der Messias sein?

Befassen wir uns doch erst einmal mit der Wortherkunft. Die ist passenderweise nämlich nicht so klar. In entsprechend abgewandelter Form begegnet uns der Begriff „Messias“ unter anderem im Hebräischen, im Aramäischen (das ist die Sprache, die Jesus sprach) und im Altgriechischen. Sie alle bedeuten dasselbe, nämlich „Gesalbter“. Gemeint sind damit die Könige und Hohepriester der damaligen Zeit. Das wissen wir aus dem Tanach, einer Art jüdischer Bibeltexte. Er ist unsere älteste Quelle für diesen Begriff. In der christlichen Literatur wird mit Gesalbter nur Jesus Christus gemeint, auf den in vielen alttestamentlichen Schriften hingewiesen wird. Man könnte also auch sagen: Seine Ankunft wurde prophezeit.

Diese Prophezeiungen stammen aus der Zeit von etwa 600 vor Christus, als die Schriftgelehrten anfingen, einen Heilsbringer anzukündigen. Der ursprünglichen Bedeutung des Wortes entsprechend, musste es sich dabei um eine von Gott zum Propheten ernannte und durch ihn gesandte Person handeln, da Gesalbte stets in irgendeiner Form von Gott berufen worden waren (im Gottesgnadentum versteht man zum Beispiel die Geburt eines Königs durch unmittelbar von Gott iniziiert. Deshalb durfte nur Gott Richter über sie sein).

In der hebräischen Bibel wird der Begriff Messias anders gedeutet, als in der christlichen. Mal nannte man bestimmte Personen so, ohne sie mit einer Funktion als „Retter“ zu verknüpfen, oder man sprach von einem Heilsbringer, nannte ihn aber nicht Messias. Sprach die Bibel von diesem Heilsbringer, so war man sich einig: Er würde Frieden bringen. Kriege gab es in der Antike schließlich auch reichlich. Da dieser Messias die Welt für alle Zeit verändern sollte, spricht man hier auch von einem endzeitlichen Heilsbringer (Heil bis zum Ende aller Zeiten).

Im Laufe der Zeit begannen die Juden allerdings damit, ihre Könige und Priester nicht mehr als Gesalbte zu bezeichnen (etwa ab 200 vor Christus). Man war langsam misstrauisch geworden, dass selbst schlimme Tyrannen offenbar von Gott geschickt worden sein sollten. Nur wer Gott „einzigartig und ohne Beeinträchtigung“ angehörte, konnte ein Gesalbter sein. Und auf wen mochte das zutreffen, wenn nicht auf seinen eigenen Sohn? Dennoch ging das Judentum von Anfang an immer davon aus, dass der Messias menschlich und nicht göttlich sein würde. Vielleicht wurde Jesus auch deshalb nicht als Heilsbringer betrachtet. Nach dem jüdischen Glauben ist er noch nicht gekommen. Deshalb feiert man dort auch nicht Christi Geburt als Weihnachten.

In der christlichen Lehre sieht das natürlich anders aus. In der christlichen Bibel finden sich zahllose Verweise auf den Messias. Er solle ein Sohn König Davids sein und aus Betlehem kommen. Er solle durch seinen Tod die Menschen auf alle Ewigkeit erlösen. Und so weiter. Auch bei Zeitgenossen mag Jesus also schon als Messias erkennbar gewesen sein. Tatsächlich gibt es einige Überlieferungen, in denen Jesus als Messias vermutet wurde. Er leugnete dies allerdings immer; lediglich beim letzten Verhör kurz vor seinem Tod soll er gestanden haben, der Messias zu sein. Einige sehen dies als Bestätigung; viele Zeitgenossen wandten sich allerdings nach seinem Tod von ihm ab. Gekreuzigt zu werden erschien ihnen nicht gerade göttlich.

Sogar der Koran kennt Jesus als Messias. Allerdings versteht man ihn hier nicht als Heilsbringer, sondern lediglich als einen Propheten, wie die ursprüngliche Wortbedeutung es ja auch hergibt.

Woher kommt eigentlich das Wort „Weihnachten“?

Wenn man sich mit der Entstehung von Weihnachten beschäftigt, dann kann man sich ruhig auch einmal mit der Etymologie des Wortes „Weihnachten“ befassen. Irgendwo muss das Wort ja seinen Ursprung haben. Wir könnten das Fest ja genauso gut „Christgeburtsfest“ nennen oder „Jupp, Märy und dat Kind inne Kripp“. Also befasse ich mich an dieser Stelle einmal mit der Wortherkunft von Weihnachten.

Anders als zum Beispiel bei „Ostern“ haben wir es hier einmal mit einem rein deutschen Kombinationswort zu tun: Weihen und Nacht, also die geweihte Nacht. Der Begriff „Weihen“ stammt dabei aus dem Germanischen (wiha) und bedeutet „Heilig“. Das ebenfalls aus diesem Zeitraum kommende „Nacht“ bedeutet natürlich genau das, wobei man streng genommen eigentlich von Nächten reden muss. Das wäre die wörtliche Übersetzung des germanischen Suffixes -naht, was für mehrere Nächte steht. Und das passt ja auch, schließĺich dauert das Weihnachtsfest bei uns drei Tage. Und wenn wir die Rauhnächte mit hinein nehmen, dann sogar noch länger.

Forscher nehmen heute an, dass das Wort „Weihnachten“ etwa im 12. Jahrhundert zum ersten Mal als solches gebraucht wurde. Es läge nahe, dass es sich dann nicht (ausschließlich) um eine altgermanische Weiterentwicklung handelt, sondern dass das Wort aus dem Lateinischen entlehnt wurde. In den damals ausschließlich auf Latein gehaltenen Messen wurde Weihnachten nämlich als „nox sancta“ bezeichnet, was zu deutsch die „Heilige Nacht“ bedeutet. Damit wären wir dann wieder bei Weihnachten. Martin Luther hat diese Entlehnung dann noch ein bisschen erweitert und aus den Weihnachten die Wiegenachten gemacht, da das Christkind ja in einer Krippe lag.

Übrigens, mal am Rande von der Wortherkunft: Der Duden nennt es „Das Weihnachten“, aber auch „der“ ist je nach Region möglich. Sicher kennt ihr auch die Pluralisierung des Wortes: „Diese Weihnachten geht es in den Schnee!“. Tja, und das war es auch schon zur Etymologie von Weihnachten.

Frohe Weihnachten!

Liebe Leser!

Wieder ein Jahr vorbei. Zugegeben, die meiste Zeit ist es um meinen Blog ja eher ruhig. Weihnachten hat eben nicht das ganze Jahr über Saison. Aber so ab Oktober geht es hier dann immer richtig rund. Es macht mir wahnsinnig viel Spaß, jedes Mal zu erforschen, wonach Ihr sucht, wenn Ihr hierher kommt. Und noch mehr Spaß macht es mir dann, genau diese Dinge zu recherchieren, damit Ihr zukünftig auch die passenden Antworten findet. Darum hoffe ich, dass Ihr mir auch im nächsten Jahr erhalten bleibt.

Jetzt aber ist es erst einmal Zeit, sich über seine Geschenke zu freuen und ein paar gemütliche Tage mit den Leuten zu verbringen, die Ihr liebt. Lasst euch nicht stressen, sondern geht alles mal entspannt an.

In diesem Sinne:
Frohe Weihnachten! Merry Christmas! Joel Natal! Feliz Navidad!

Eure Ela

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