Ich will Weihnachten

Interessantes und Besinnliches rund um die Weihnachtszeit

Die Qual der Wahl des Adventskalenders

Okay, wer jetzt noch keinen Adventskalender hat, der wird sich vermutlich auch keinen mehr besorgen. Obwohl gerade die teuren von Lindt und Co jetzt zum Schnäppchenpreis feilgeboten werden!

In der jüngsten Zeit habe ich viele Blog- und Zeitungsartikel zum Thema „Adventskalender“ gelesen. In der Regel ging es dabei natürlich um Kalender für die Kinder. Für Erwachsene gibt es mittlerweile zwar auch viele (ich habe einen Dallmayr Tee-Adventskalender), aber die besorgen wir uns ja meist selbst. Und auch wenn wir sie geschenkt bekommen, liegt der Fokus da ja doch eher auf Genuss und weniger auf Pädagogik. Anders so bei Kindern.

Der klassische Schokoladenkalender scheint ja geradezu verpönt zu sein. So liest es sich im Internet zumindest immer. Zucker und so, wo es davon in der Adventszeit doch ohnehin schon viel zu viel gibt. Naja, das mag schon stimmen, aber was ist die Alternative? Selbst in den selbstgemachten Kalendern von Freunden, deren Mutter wohlgemerkt Zahnärztin ist, steckte seinerzeit nur Zuckerzeug. Schokolade, Gummibärchen und sowas. Ich selbst hatte Zeit meines Kinderlebens immer nur die 50 Cent Kalender mit einfachster Schokolade drin – und war damit vollkommen glücklich.

Der Preis ist dann auch schon das erste Problem, wenn man einen anderen Kalender für sein Kind möchte. Zwar gibt es mittlerweile auch Adventskalender von Playmobil, Tut-Tut Autoflitzer und Lego Duplo, aber die kosten auch gerne mal zwischen 25 und 50 Euro. Ganz schön happig für einen kleinen Weihnachtscountdown. Und auch wenn es kaum eine Kindheit ohne Lego und Playmobil geben dürfte, dürften solche Kalender wiederum kaum dem Anspruch „pädagogisch wertvoll“ genügen.

Also geht die Frage weiter. Was zum Henker soll man reintun? Freundinnen von mir haben es in den letzten Jahren gut gemeint und ihren Adventskalender mit Pixi-Büchern gefüllt oder gleich ein Adventskalenderbuch mit einer 24-teiligen Geschichte gefüllt. Naja, die Idee mit den Büchern finde ich generell gut, auch wenn so ein Pixi-Buch ja auch einen Euro pro Stück kostet. Problematisch war bei diesem Beispiel eher, dass die Kinder in besagten Beispielen gerade einmal ein Jahr alt waren. Nicht, dass ich frühes Vorlesen verteufle, im Gegenteil! Aber selbst Pixi-Bücher sind für das Alter meiner Ansicht nach zu komplex, ganz zu schweigen von einem Kalenderbuch mit fortlaufender Geschichte.

Mein Sohn wird bald drei Jahre alt und auch ich hatte mir dieses Jahr fest vorgenommen, einen sinnvoll gefüllten Adventskalender zu schenken. Allerdings hatte das „sinnvoll“ neben dem Preis gleich noch zwei weitere Einschränkungen: Es sollte für einen Jungen in dem Alter interessant sein und die Geschenke mussten in die 4*4*4 cm großen Kästchen passen, die der Kalender hatte. Gar nicht so leicht, da etwas zu finden. Am Ende habe ich sechs kleine Spielzeugautos gekauft –  und den Rest mit Schokolade aufgefüllt. Keine Ahnung, ob ich das bei einem Mädchen einfacher gefunden hätte. Da wären vielleicht noch Haarspangen und so gegangen. Naja, die Quintessenz der ganzen Sache war dann aber doch, dass mein Sohn auf die Schokoladentage viel mehr abfährt, als auf die Tage, an denen Spielzeug drin ist (Omas sei Dank hat er davon ja ohnehin schon viel zu viel).

Meine Lektion daraus: Nächstes Jahr spar ich mir Kosten und Stress und leg nur Geld rein. Wenn das Kind sich ansonsten gesund ernährt, dann darf man im Dezember auch mal fünfe gerade sein lassen und etwas mehr Zucker erlauben, als sonst.

Und was hattet ihr in Euren Kalendern und denen Eurer Kinder?

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