Ich will Weihnachten

Interessantes und Besinnliches rund um die Weihnachtszeit

Meine ganz persönlichen Weihnachtsbräuche

Mit Erschrecken stelle ich gerade zwei Dinge fest:
1. Weihnachten steht vor der Tür
2. Ich habe seit über einem Jahr nicht mehr gebloggt!
Dabei hatte ich mir noch eine ellenlange Liste mit hunderten Themen rund um Weihnachtsbräuche und Co erstellt, um diese Seite immer weiter auszubauen. Euer kleines Weihnachts-Wikipedia sozusagen. Und dann sowas. Wie rechtfertige ich das? Naja, mein mittlerweile zweijähriges Kind nimmt mich gut in Anspruch und eine Nr. 2 ist unterwegs. Umso wichtiger, jetzt mal ordentlich Gas zu geben und mal wieder für Lesestoff zu sorgen!

Los gehts mit Essen (Entschuldigung, aber für Schwangere ist das ein wichtiges Thema!)

Bei vielen Familien folgt das Essen an den Weihnachtstagen einem bestimmten Schema. Einige schwören zum Beispiel auf Kartoffelsalat und Würstchen, weil es schnell gemacht ist und man zwischen Kirchgang und Bescherung nicht noch ewig in der Küche stehen muss. Andere machen Raclette oder Fondue. Das ist zwar eine riesige Schnippelei, aber sie lässt sich gut vorher erledigen. Und es ist gemütlich. Bei anderen kommen die Weihnachtsgans oder das Schweinefilet auf den Tisch und andere – so wie meine Familie – überlegen jedes Jahr aufs Neue, was gekocht wird. Das liegt allerdings nicht an mir. Mein Mann ist Racletteverweigerer.

An Allerheiligen fängt alles an

Ja, Allerheiligen gehört eigentlich nicht zu Weihnachten, aber meine persönliche Weihnachtszeit beginnt immer mit gemeinsamem Familien-Friedhofsbesuch. Die Kinder zünden Grabkerzen an, anschließend gibts Kartoffelsalat. Dann kommt Sankt Martin mit überdimensionierten Weckbrötchen (sowas wie riesige Milchbrötchen) – in meiner Kindheit in Westfalen gabs Stutenkerle, die finde ich persönlich auch schöner. Nach Sankt Martin kommt dann auch schon bald der Nikolaus. Mein Sohn kriegt ein bisschen Schokolade in die Schuhe, außerdem ein kleines Geschenk. Ein Bilderbuch oder sowas. Bei der Tagesmutter gibt es dann auch noch einmal eine Nikolaussocke und ein kleines Spielzeug.

Die Zeit bis Weihnachten verbringen wir dann mit dem Anzünden von Kerzen, mit dem Dekorieren des Hauses, Kekse backen – dieses Jahr solls auch ein Lebkuchenhaus geben – Weihnachtsmärkte besuchen (aber nur die schönen), Weihnachtsfeier der hiesigen Tagesmütter, Kinder-Weihnachtsgottesdienst, Weihnachtsfilme gucken, Bilderbücher zum Thema anschauen und, und, und. Stressig, aber jetzt ist mein Mini endlich alt genug, um all das auch mitzumachen und dann macht es ja auch doppelt Spaß.

Durchgetaktete Weihnachtsfeiertage

Ich habe viel, weit verstreut lebende Familie, deshalb lassen sich die Weihnachtsfeiertage leider nicht ohne gute Organisation überleben. Das ist stressig, aber ich würde auch keinen einzigen Punkt ausfallen lassen. Deshalb laufen unsere Weihnachtsfeiertage ungefähr so ab:

Der Morgen des Heiligabend wird gemütlich verbummelt und ggf. für Essensvorbereitungen genutzt. Wenn alles gut läuft, fahre ich gegen Mittag mit dem Zwerg zum Flughafen und hole meinen Bruder ab, der Heiligabend häufiger bei uns ist (traditionell wäre bei Mutti zwar schön, aber das wäre unnötige Rumfahrerei). Nachmittags gehe ich mit dem Kleinen in die Kirche, während Mann und Bruder Weihnachtsbaum und Geschenke aufstellen. Das ist in der Familie meines Mannes so Tradition – nicht gemeinsam schmücken, sondern reinkommen und – Überraschung! Nach der Bescherung gibt es dann essen, dann geht das Kind ins Bett und wir schauen einen Film.

Am nächsten Tag geht es im jährlichen Wechsel zu einer meiner Tanten oder meinem Vater zur Familienfeier. Am frühen nachmittag löst sich das ganze auf, dann besuchen wir meine Oma im Altenheim und fahren danach weiter (oder zurück) zu meinem Vater zum Weiterfeiern. Abends dann weiter zu meiner Mutter. Da machen wir dann am zweiten Weihnachtstag Bescherung und Raclette-Essen. Während wir abends nach Hause fahren, startet mein Bruder in der Regel von dort aus wieder zum Flughafen.

Tja, bleibt noch die Schwiegerfamilie, die wir dann oft am selbsternannten 3. Weihnachtstag besuchen. Geschenke, Essen, quatschen.

Das sind unsere persönlichen Familientraditionen und -bräuche. Wie sieht es denn bei euch so aus?

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