Ich will Weihnachten

Interessantes und Besinnliches rund um die Weihnachtszeit

Tag: Weihnachtsparty

Weihnachtsparties planen

Weihnachtsfeiern sind im Arbeitsalltag ja nichts ungewöhnliches. Meistens treffen sich die Kollegen einer Abteilung (bei kleineren Betrieben auch mehrere Abteilungen) und gehen zusammen irgendwo essen. Größere Firmen schmeißen ihren Mitarbeitern auch schon einmal eine eigene Feier. Mein Highlight: Bei meiner Ausbildung bei T-Mobile tauchte auf der Weihnachtsfeier Robbie Williams auf!

Solche Feiern möchten natürlich gut geplant sein. Feten für mehrere tausend Angestellte lasse ich jetzt mal außen vor, denn ich glaube dafür engagiert man am besten eine Event-Agentur, damit auch alles perfekt passt. Ihr sollt für eure Firma eine Weihnachtsfeier selber planen? Na dann denke ich, dass meine Tipps sich im Kern auch für große Feste nutzen lassen.

Das Schwierigste überhaupt: Der Termin

Ich glaube, es gibt bei der Planung einer Weihnachtsfeier nichts Schwierigeres, als einen Termin zu finden. Je mehr Leute beteiligt werden sollen, umso kniffliger wirds. Irgendwer hat immer schon was vor. Bei kleinen Gruppen rate ich euch deshalb, rechtzeitig mit der Terminsuche zu beginnen. Ruhig schon im Oktober. Um die Übersicht zu behalten, helfen Abstimmungstools wie Doodle. Hier kann jeder seine freien Termine eintragen und der Partyplaner sieht sofort, wann die meisten Zeit haben. Um das direkt zu sagen: Je mehr Leute beteiligt sind, umso unwahrscheinlicher ist es, einen Termin zu finden, an dem alle können. Das muss man einfach akzeptieren.

Ich erinnere mich, dass unser letztes Weihnachtsraclette bei meinem Schwager ins Wasser fiel, weil wir uns nicht auf einen Termin einigen konnten. Er hat dann das einzig richtige getan und gesagt: Nächstes Jahr am 21.12. bei mir Raclette und Punkt. So hatte jeder genug Zeit, sich auf den Termin einzustellen und keiner kann sich übergangen fühlen, weil JEDER den Termin vorgegeben bekam. Die einzige Ausnahme, bei der man freie Termine wirklich berücksichtigen muss, ist dann wohl wenn man wirklich jemanden wie Robbie Williams dabei haben will 😉

Der Raum: Früh buchen!

Wenn der Termin steht, wird es oft nötig, einen Raum für die Feier zu finden. Steht im Firmengebäude etwas geeignetes zur Verfügung, prima. Bei kleinen, privaten Gruppen kann man auch das heimische Wohnzimmer oder den Partykeller nutzen. Wer sich selbst verköstigt, der kann Ausschau nach Grillhütten, Vereinsheimen, Feuerwehrheimen und Gemeindesälen halten. Sie sind meist günstig zu haben.

Gerade Arbeitskollegen gehen aber am liebsten zusammen essen. Es muss also ein Restaurant gefunden werden, das genügend Platz und zum festgelegten Termin auch Zeit hat. Ich persönlich habe ja nichts dagegen, zu einem solchen Anlass mal ausgefallene Küche zu probieren, aber nicht jeder ist bereit, etwas außerhalb von Pizza, Schnitzel und chinesischem Buffet zu probieren. Ihr solltet also vorab klären, ob irgendeine Küche für eure Kollegen und Gäste wirklich ein totales No-Go ist.

Tja, und wenn die Wahl gefallen ist, dann schnell buchen! Gute Restaurants und Säle sind in der Weihnachtszeit schnell ausgebucht, deshalb sollte das nicht auf die lange Bank geschoben werden. Wir haben auf der Arbeit selbst mal zu spät nach einem Restaurant gesucht und sind dann mit 20 Mann in einer Pizzeria gelandet, in der Kräutertee von Ja! serviert wurde, der Salat mit Bohnen nur aus zwei Blättern Salat und einem Berg weißer Bohnen bestand und die Pizza nach nichts schmeckte.

Das Essen: Satt soll jeder werden

Sofern ihr euch nicht schon auf einen Restaurantbesuch festgelegt habt, kommt als nächstes die Frage: Was wird gegessen (und getrunken?). Bei kleinen bis mittelgroßen Feiern ist es am praktischsten, wenn jeder etwas mitbringt. Von Kuchen über Salaten bis hin zu ausgefalleneren Speisen darf alles dabei sein, so dass sicher jedem etwas schmeckt. Damit nicht nur Nudelsalat mitgebracht wird, ist eine vorherige Absprache aber hilfreich. Kleine private Feiern unter Freunden können auch allein vorbereitet werden. Es ist zwar viel Arbeit, für 10 Mann ein Raclette vorzubereiten, aber wenn vorher ein, zwei Gäste beim Schnippeln helfen, hält sich der Aufwand in Grenzen.

Schwieriger wird es bei richtig großen Feiern, so ab 100 Personen. Wenn man nicht zufällig eine Firmenkantine in der Hinterhand hat, ist die Vorbereitung des Essens alleine kaum zu schaffen. Essen selbst mitbringen wird auch schwierig, denn bei so vielen Leuten lässt sich kaum noch koordinieren, wer was mitbringt. In solchen Fällen rate ich zum Wintergrillen, denn Würstchen und Steaks schmecken jedem. Eine gute und beliebte Alternative ist der Cateringservice. Je nach Qualität und Zutaten zahlt man zwischen 15 und 30 Euro pro Person und erhält eine große Auswahl an Speisen für jeden Geschmack. Das Beste daran: Man muss sich weder ums Kochen noch ums Spülen kümmern. Wie beim Raum gilt aber auch hier: Gute Services sind schnell ausgebucht, also solltet ihr euch auch darum gut kümmern.

Welche Mengen brauche ich?

Für alle, die die Feier wirklich selber vorbereiten möchten, hier jetzt noch die wichtigsten Zahlen:

Pro Person rechnet man normalerweise mit 250 Gramm Fleisch oder Würstchen plus 200 Gramm Salat und 50 Gramm Brot.

Einige essen mehr, andere weniger, aber in der Regel kommt man mit diesen Zahlen super hin.

Die Menge der Getränke ist etwas schwieriger zu kalkulieren, denn manche trinken lieber Wein, andere Bier und andere trinken gar keinen Alkohol. Ein Liter Limo oder Wasser pro Kopf hat sich bei mir bisher immer bezahlt gemacht. Fachleute empfehlen außerdem pro Person 2 Liter Bier, bei Wein mit einem Liter. Achtung: Bestellt beim Getränkehändler eures Vertrauens ruhig etwas mehr, denn in der Regel erhaltet ihr die Getränke auch auf Kommission. Das bedeutet: Es wird mehr als errechnet geliefert und ihr bezahlt nur das, was verbraucht wurde. Alle geschlossenen Flaschen und Fässer werden wieder zurückgenommen. So kann man praktisch nicht zu viele Getränke kaufen und es sitzt trotzdem keiner auf dem Trockenen.

Falls nötig bekommt Ihr beim Getränkehändler übrigens auch Zapfanlagen und Bierzeltgarnituren.

Das Ambiente – jetzt wirds weihnachtlich

Als letzten Punkt auf eurer Liste müsst ihr euch jetzt nur noch um das Ambiente eurer Feier kümmern. Der Saal will weihnachtlich geschmückt werden. Tannengrün verbreitet einen tollen Duft und auch Kerzenlicht sorgt für eine super Atmosphäre. Wegen der Brandgefahr solltet ihr allerdings sparsam mit Kerzen umgehen und sie nur dort aufstellen, wo nichts passieren kann – zum Beispiel auf eine Fensterbank (ohne Vorhänge) oder als sparsame Tischdeko.

Die Musik sollte natürlich festlich sein, aber übertreibt es nicht. Zum Essen ist ruhigere Musik angesagt. Später mit steigendem Alkoholpegel darf dann auch mal Partymusik angemacht werden. Noch ein Tipp: Eine feste Person sollte sich um die Musik kümmern und sonst niemand. Ich erinnere mich mit Grauen an eine Geburtstagsfeier, auf der die Mutter des Geburtstagskindes die eher junge, 100 Mann starke Partygesellschaft eine Stunde lang mit Karnevalsmusik beschallt hat. Als der Gastgeber das Problem endlich bemerkte und für Abhilfe sorgte, waren noch 20 Leute da. Um 21 Uhr.

Besondere Highlights

Wenn Ihr wollt, könnt Ihr Eurer Feier jetzt noch das gewisse Etwas verleihen und für Highlights sorgen. Sind Kinder dabei, dann kommen Weihnachtsmann und Christkind super an (bei Erwachsenen übrigens auch oft). Musiker und Bands sorgen für eine gute Stimmung oder es könnte ein weihnachtliches Schauspiel einstudiert werden. Auch Spiele wie das Wichteln kommen oft gut an.

Wir selber beschränken uns meist auf die wenig bekannte Tradition der Weihnachtsgurke: Eine grüne Glasgurke wird in den Weihnachtsbaum gehängt und wer sie findet, der kriegt ein Geschenk 😉

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